ROGER ACKLING
In der Klosterkirche vom 12.10.2000 bis 31.12.2000

Wie Richard Long und Hamish Fulton gehört Ackling zur Generation der St Martins School of Art, die in den 1960er Jahren begann, die Kunst gezielt nach draussen in die Natur zu tragen. Skulptur konnte alles sein: ein Spaziergang, eine Radfahrt, oder - in Acklings Fall - ein kleines Stück gefundenen Holzes, das die Sonne markiert hatte. Die letzten dreissig Jahre blieb der Künstler dieser Arbeitsmethode treu: Er fokussiert Sonnenlicht durch eine Lupe und zeichnet so auf Stücke übrig gebliebenen Holzes und Kartons, die er an den Rändern unseres Alltags zusammenliest. Das bleibt ein intensiver und meditativer Vorgang; jede Markierung misst wie eine kleine Sonne die Existenz eines Lichtstrahls und seiner Reise zur Erde von einer Lichtquelle aus unglaublichen Fernen. Die Werke erhalten Gewicht, Kraft und eine dunkle Stille, die oft überrascht angesichts ihrer kleinen Dimensionen.

→ Roger Ackling bei Galerie Gisèle Linder
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